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James Joyce, Marcel Proust, Virginia Woolf, Vladimir Nabokov, Jorge Luis Borges – all diese Autoren waren maßgeblich für die Entwicklung der modernen Literatur und sind es noch immer. Den Nobelpreis für Literatur haben sie dennoch nicht erhalten. Daran darf man ruhig mal wieder erinnern, besonders jetzt, denn wieder wurde der angesehenste Literaturpreis der Welt an einen Autor verliehen, dessen Wahl zwar keine große Überraschung bedeutet, die aber auch keineswegs zwingend erscheinen muss, wenn man primär künstlerische, literarische Kriterien anlegt.
Letztere sind naturgemäß strittig, zumal dann, wenn es um ein Schreiben geht, das kulturelle Grenzen zu überschreiten unternimmt, wie es der Franzose Le Clézio tut. Wer dessen indianisch-ozeanisch geprägte Gegenentwürfe zur westlichen Welt nicht sonderlich hochschätzt, und das tun viele, dem kann man schließlich vorhalten, er klebe selbst an westlich geprägten Vorurteilen. Ästhetisches Verständnis wird leicht beiseite gewischt, wenn man Literatur nicht zuletzt danach beurteilt, ob sie international als politisch opportun und korrekt gelten kann und ob sie in ihre Zeit passt. Beim Nobelpreis-Gremium ist es ohnedies Tradition, die jeweilige Entscheidung keinesfalls allein nach literarischen Kriterien zu fällen.
Le Clézios Wahl ist auch deshalb keine große Überraschung, weil er immer mal wieder zum engeren oder weiteren Favoritenkreis gerechnet wurde. Wenn man an literarische Schwergewichte wie Salman Rushdie oder Philip Roth denkt, darf man sich trotzdem – wieder – wundern über die Wahl der Schwedischen Akademie. Die europäische Kulturnation Frankreich konnte seit der Auszeichnung Claude Simons im Jahr 1985 keinen Literatur-Nobelpreisträger mehr ihr eigen nennen. Sie ist auch schlicht mal wieder dran gewesen. Dass der Preis in Europa bleiben würde, hatte Akademie-Sekretär Engdahl ja schon zuvor angedeutet.
Mannheimer Morgen
10. Oktober 2008
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Auch für Ältere – Aktiv im neuen Internet!
Viele SeniorInnen würden gern regelmäßig über ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken im Internet berichten. Doch oft hindern technische Bedenken und Probleme an einem erfolgreichen Start.
In dieser Weblog-Werkstatt soll eine Online-Gemeinschaft organisiert werden, in der u.a. einfache Wege zur Nutzung von persönlichen Weblogs aufgezeigt und Einsteigern konkrete Hilfen gegeben werden können.
Kontakte per E-Mail und Skype
Gemeinsame Online-Treffen ab 14.10.08 19:00 Uhr
Da bin ich dabei! Sie auch? Weitere Informationen unter http://www.senioren-lernen-online.de/
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Zwei Frauen kommentieren :
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Etwas verwildert – aber wunderschön und sehr erholsam !
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Hamburg (dpa) – Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert die Fußball-Geschichte des Bundesliga-Aufsteigers 1899 Hoffenheim.
1899: Gründung des Turnvereins Hoffenheim
1945: Zusammenschluss des Turnvereins und des Fußballvereins zur TSG 1899 Hoffenheim
1991: Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga beschließt SAP- Mitbegründer[[ Dietmar Hopp]], seinem Heimatverein zu helfen. Der Milliardär war Stürmer der TSG, beendete die Karriere aber frühzeitig.
August 1999: Mit einem Spiel gegen den FC Bayern München wird das 5000 Zuschauer fassende Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim seiner Bestimmung übergeben. Mit dabei ist auch Franz Beckenbauer, ein Golf- Freund Hopps.
2001: Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg
2002: Mit Coach Hansi Flick, dem heutigen Assistenz-Trainer der Nationalmannschaft, gelingt gleich in der ersten Saison der Aufstieg in die Regionalliga Süd.
Oktober 2002: In Christian Möckel und Norbert Hofmann kommen zwei ehemalige Bundesliga-Profis zur TSG Hoffenheim. Bis dato war das Credo von Hopp, nur junge Spieler aus der Region zu verpflichten.
Juli 2004: Die TSG-Spieler werden Vollprofis. Zuvor hatte Hopp darauf bestanden, dass jeder, der in Hoffenheim Fußball spielt, parallel eine Ausbildung oder ein Studium zur eigenen Zukunftssicherung absolvieren muss.
August 2005: Der frühere Nationalspieler Karlheinz Förster aus dem nahen Schwarzach übernimmt als Berater das sportliche Management.
November 2005: Nach einer Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart II gerät der angepeilte Aufstieg in Gefahr. Hansi Flick muss trotz eines Vertrags bis 2010 gehen.
Dezember 2005: Lorenz-Günther Köstner wird Trainer.
Mai 2006: Köstner tritt nach dem verpassten Aufstieg zurück. Wenig später geht auch Förster.
Juni 2006: Die Verpflichtung von Ralf Rangnick als Cheftrainer und Hockey-Nationalcoach Bernhard Peters als Direktor für Sport und Nachwuchsförderung wird bekanntgegeben. Im Herbst verstärkt Hans- Dieter Hermann, Psychologe der Nationalmannschaft, das Führungsteam.
September 2006: Nach langwieriger Suche wird in Sinsheim ein Standort für das neue Stadion gefunden. Zuvor waren auch Heidelberg, Walldorf und Mannheim im Gespräch gewesen. Die reine Fußball-Arena wird 40 Millionen Euro kosten und 30 000 Zuschauer fassen. Sie wird von Hopp finanziert und soll bis 2009 fertig sein.
Mai 2007: Nach dem 4:0-Sieg gegen die Sportfreunde Siegen steht der Aufstieg in die 2. Bundesliga fest.
18. Mai 2008: Mit dem 5:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth macht die vor Saisonbeginn für etwa 20 Millionen Euro verstärkte Mannschaft von Ralf Rangnick gleich im ersten Zweitliga-Jahr den Aufstieg in die Bundesliga perfekt.
© sueddeutsche.de – erschienen am 18.05.2008 um 16:01 Uhr
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Das WWW wird 15 Jahre alt, wir gratulieren !
Ein Leben ohne Internet. So etwas ist wohl mittlerweile für viele unvorstellbar, oder? Dabei gibt es das weltweite Netz doch noch gar nicht so lange. Am Mittwoch, den 30. April, wird das World Wide Web, in das jeder rein darf, 15 Jahre alt.
Einige Jahre vorher war es aber schon erfunden und getestet worden. Das Netz für den Datenstrom hatten ursprünglich amerikanische Militär-Leute entwickelt. Dieses Netz wurde dann immer stärker auch von Forschern benutzt. Und wie Forscher so sind: Sie dachten sich noch mehr aus und entwickelten die Sache weiter. Denn anfangs konnten die Benutzer nur E-Mails schreiben und Daten kopieren. Der Umgang mit dem Internet war auch viel komplizierter als heute.
Das alles wollte der britische Physiker Tim Berners-Lee vereinfachen. Er arbeitete in einem Forschungszentrum in der Schweiz – es heißt CERN. Seine Idee: Das World Wide Web – kurz WWW – sollte Ergebnisse von Forschern, Dokumente und Programme miteinander verknüpfen. Jeder sollte zu jeder Zeit und mit jedem Computer auf gespeicherte Daten zugreifen können. Durch die Ideen von Berners-Lee konnten ganz viele Rechner miteinander verbunden werden zu einem großen, weltweiten Netz von Daten.
Der Physiker Berners-Lee gilt deshalb als Vater des WWW. Und am 30. April 1993 erklärten der Erfinder und sein Institut: Jeder Mensch darf das World Wide Web frei nutzen. Heute verwenden Millionen von Menschen jeden Tag das weltweite Netz.
Damit man an die Daten herankommt, brauchte der Computer ein Programm – einen sogenannten Browser. Die ersten Webseiten sahen noch ganz anders aus als heute. Sie bestanden fast nur aus Texten. Bunte Bilder, Filmchen und blinkende Links? Weit gefehlt! Heute heißen solche Browser zum Beispiel »Internet Explorer« oder »Mozilla Firefox«. Wenn man mit ihnen im WWW surft, muss man kein Computerexperte sein. Man klickt sich einfach von Seite zu Seite. Dass man dabei in Sekunden Rechner besucht, die in Wirklichkeit in den USA, Afrika und Indien stehen, merkt man gar nicht.
30.04.2008 dpa
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Die erste Überraschung. Das Flugzeug von Frankfurt in die kurdische Hauptstadt Erbil ist voll mit deutschen Geschäftsleuten. Beim Wiederaufbau des Nordiraks lässt sich anscheinend einiges verdienen.
Die zweite Überraschung: Der Nordirak ist sicher, zumindest weitgehend. Wir übernachten in kleinen Bergdörfern im kurdisch-türkischen Grenzgebiet, fahren durch wüstenähnliche Landschaften nach Sulamania, das sich in den letzten Jahren von einem Provinzstädtchen in eine quirlige Millionenstadt verwandelt hat, besuchen Flüchtlingscamps, drehen bei der kurdischen Sicherheitstruppe den Peschmergas, besuchen einfache Stadtviertel. Nirgendwo fühlen wir uns unsicher, selbst wenn wir Nachts mit einem Taxi durch die kaum beleuchteten Straßen der Hauptstadt Erbil irren, auf der Suche nach einem noch geöffneten Restaurant. Der Irak versinkt in Chaos, aber die autonome kurdische Republik im Norden des Zweistromlandes wirkt wie eine Insel des Friedens.
Dritte Überraschung: Kurdistan ist so schön und wild – wie es oft besungen wird. Unvergesslich der Blick von der Passhöhe auf den Dukan-Stausee. Unwirklich das leuchtende, fast schon schmerzende Blau.
Dickste Überraschung: In den beiden größten Städten Erbil und Sulamania wird gebaut, was das Zeug hält. Hotels, gigantische Einkaufszentren, Luxusvillen und Dutzende von teuren Neubausiedlungen werden aus dem Boden gestampft. Aber die Bevölkerung ist arm. Es gibt keine Fabriken. Die Landwirtschaft ist längst ruiniert. 90 Prozent aller Waren, ja der Grundnahrungsmittel, müssen importiert werden. Wie geht das mit dem Bauboom zusammen? Antwort: Korruption. Sie ist allgegenwärtig. Die autonome Republik Kurdistan ist in Machtsphären aufgeteilt. Zwei Familien teilen den Reichtum unter sich auf. Zwei Groß-Familien beherrschen Politik und Wirtschaft. Es sind die Familien des kurdischen Präsidenten Barzani und des gesamtirakischen Präsidenten Talabani, ebenfalls ein Kurde. Wer nicht zum Familienclan gehört, hat keine Chance im Nordirak Geld zu verdienen oder in die Politik einzusteigen.
Kurdistan ist keine Demokratie. Es ist eine feudale Clangesellschaft, beherrscht von zwei Großfamilien. Daran hat auch keine (halbherzige) Nachhilfe der US-Amerikaner in Sachen Demokratie etwas ändern können.
Eine kleine Geschichte am Rande: Kurdistan ist eine Männergesellschaft. Die Frauen sind zwar deutlich in der Überzahl, aber man sieht sie nur auf dem Markt. In Lokalen, Bars, Restaurants, Hotelfoyers: Fehlanzeige. Frauen werden verheiratet. Sie suchen sich keinen Mann. Und wenn doch, ist das außerordentlich schwierig. Nasrim verriet uns einen Trick: Einfach blind eine Handynummer anrufen. Meldet sich eine männliche Stimme und ist die auch noch sympathisch, lässt sich vielleicht ein Blind-Date arrangieren. Auch so ist schon manche Ehe entstanden, ganz heimlich im wilden Kurdistan.
Autor: Stefan Rocker
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